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Dritte Strategiekonferenz
Kinder, die mit suchtkranken Eltern aufwachsen, entbehren am meisten Verlässlichkeit und vertrauensvolle Beziehungen. Daher lädt NACOA Deutschland in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Landesstelle Berlin für Suchtfragen zur dritten Strategiekonferenz unter dem Titel "Räume des Vertrauens schaffen" vom 10.-12. Februar 2012 nach Berlin ein.
Die Konferenz richtet sich an Menschen, die beruflich mit Kindern suchtkranker Eltern zu tun oder als Kind selbst Sucht in der Familie erlebt haben. Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, wie Räume des Vertrauens aussehen können und wie es gelingen kann, an immer mehr Orten solche Räume für Kinder suchtkranker Eltern zu schaffen.
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Die schlimmsten Verletzungen fügen Drogen Menschen zu, die selbst keine Drogen nehmen:
Es sind die Kinder von Alkoholkranken oder anderen Süchtigen.
In Deutschland leben heute mehr als 2,6 Millionen Kinder mit suchtkranken Eltern unter einem Dach. Fast jedes sechste Kind kommt aus einer Suchtfamilie. Kinder suchtkranker Eltern sind die größte bekannte Sucht-Risikogruppe. Ihr Risiko, als Erwachsene selbst suchtkrank zu werden, ist im Vergleich zu Kindern aus nichtsüchtigen Familien bis zu sechsfach erhöht.
Etwa ein Drittel dieser Kinder wird im Erwachsenenalter alkohol-, drogen- oder medikamentenabhängig.
Ein Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen.
Das dritte Drittel kommt – scheinbar – ohne sichtbare Schädigungen davon, doch viele von ihnen kämpfen mit Depressionen, Ängsten, psychosomatischen Störungen und nichtstofflichen Abhängigkeiten.
Kinder suchtkranker Eltern haben eine starke Neigung, sich wieder eine/n süchtige/n Partner/in zu suchen.
Wenn Eltern suchtkrank sind, leiden die Kinder
Eine Kindheit im Schatten elterlicher Sucht ist gekennzeichnet von einer Atmosphäre ständiger Angst und Unsicherheit sowie einem Mangel an emotionaler Zuwendung und Geborgenheit. Häufig kommen Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch hinzu. An den Folgen einer solchen Kindheit tragen die Kinder ihr Leben lang.
Sucht ist eine Familienkrankheit und oftmals über Generationen hinweg immer wieder Quelle von Leid und Tod.
Sind Sucht und ihre Folgen für die Kinder von Suchtkranken ein unabänderliches Schicksal? Nein!
Diese Kinder haben gute Chancen, sich zu gesunden, reifen, lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln, wenn sie entsprechend unterstützt werden.
Eine Reihe von Schutzfaktoren kann den Kindern helfen, ein hohes Maß an Widerstandsfähigkeit zu entwickeln: Vertrauensvolle und sichere Beziehungen zu anderen Erwachsenen (liebevolle Großeltern, Verwandte, Lehrer/innen, Erzieher/innen oder Nachbar/innen) ermöglichen es den Kindern, sich sicher und angenommen zu fühlen, gesundes Beziehungsverhalten zu erlernen und über ihre Ängste und Nöte sprechen zu können. Die heilsame Kraft, die solchen sicheren Beziehungen innewohnt, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Kinder suchtkranker Eltern – die vergessenen Kinder
Kinder suchtkranker Eltern erhalten in Deutschland nicht die Aufmerksamkeit, die sie brauchen. Immer noch wird vor allem die Alkoholproblematik in der deutschen Gesellschaft verharmlost. Die vielfältigen Schäden und Belastungen der Kinder werden zu wenig zur Kenntnis genommen. In Kindergärten, Schulen und im Gesundheitswesen fehlt es häufig an Wissen über diese Kinder. Die Mitarbeiter/innen in diesen Bereichen fühlen sich im Umgang mit Kindern suchtkranker Eltern oft unsicher und überfordert. Die Hilfesysteme für Jugendhilfe und Suchthilfe kooperieren zu wenig miteinander, sodass Kinder aus suchtbelasteten Familien allzu oft durch die Maschen der Hilfenetze hindurchrutschen.
NACOA Deutschland will dazu beitragen, die Aufmerksamkeit für Kinder aus Suchtfamilien in Deutschland zu erhöhen. Aber wir brauchen dafür Verbündete. Deshalb sprechen wir Menschen an, die beruflich mit Kindern arbeiten. Auf dieser Website finden Sie eine Vielzahl von hilfreichen Informationen und Adressen.
Wir bitten Sie, Ihr Herz für die Kinder von Suchtkranken zu öffnen und für sie da zu sein. Bitte, helfen Sie mit, dass die Vision von NACOA Wirklichkeit wird:


