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Zweite Strategiekonferenz

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Mut zu kleinen Schritten machte Sis Wenger

Einen Einblick in die über 25jährige Arbeit der National Association for Children of Alcoholics gab deren Vorsitzende Sis Wenger in ihrer Arbeitsgruppe. Ihr Anliegen war es, die Hilfe für Kinder aus Suchtfamilien herunterzubrechen auf kleine Schritte, die jeder umsetzen kann: „Oft unterbleibt Hilfe, weil Menschen in Schule, Jugendarbeit oder im Gesundheitswesen Angst davor haben, zu intervenieren. Doch wenn wir nichts tun, ist das keinesfalls eine neutrale Handlung. Jedes Mal, wenn wir nichts tun, macht es das Leid der Kinder schlimmer.“

Wenger unterstrich, wie wichtig es ist, dass Kinder suchtkranker Eltern Schule oder Kindergarten als sichere Orte erleben. „Wenn das gegeben ist, kann man das Thema Sucht in der Familie durchaus ansprechen, indem man eine kindgerechte Geschichte erzählt oder ein entsprechendes Buch vorliest. Kinder können in kleinen Schritten etwas über Sucht lernen und fassen Vertrauen, dass sie ihre/n Lehrer/in ansprechen können.“  

Bei einer open space-Konferenz ist viel Raum für Überraschendes. So tönte am Nachmittag des ersten Konferenztages plötzlich Gesang von der Empore der Heilig Kreuz Kirche. Die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Einsatz von Musik in der Kinder- und Jugendarbeit befasste, setzte ihr Thema sogleich praktisch um und füllte den Kirchenraum mit einem afrikanischen Lied.  

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Bühne frei für das Forumtheater

Wie schon bei der ersten Strategiekonferenz wurde auch dieses Mal wieder ein Angebot gemacht, sich dem Thema familiärer Sucht mit Hilfe von Spieltechniken des Forumtheaters anzunähern. Während im Kirchenschiff und auf den Emporen der Heilig Kreuz Kirche parallel mehrere Arbeitsgruppen liefen, bereitete sich die Theatergruppe unter Anleitung von Spielleiter Stephan B. Antczack in der Apsis auf ihre Präsentation am Abend des zweiten Tages vor. Dann galt es für das Publikum, Szenen aus dem Alltag von Kindern suchtkranker Eltern durch Intervention zu verändern und der Frage nachzugehen: Was hilft? Wer eine Idee hatte, durfte das dann gleich als eingewechselter Schauspieler ausprobieren.